Wird Sputtering Global Growth und der gerade angekündigte Brexit Deal Gold unterstützen?

3 Prozent – das ist die neue globale Wachstumsprognose des IWF für 2019. Es ist das niedrigste seit der großen Finanzkrise. Wird viel über die kommende Rezession gesprochen? Und was ist mit dem gerade abgeschlossenen Brexit-Deal? Können sie beide eine Goldrallye machen?

 

Globales Wachstum verlangsamt sich

Die Abschwächung der Industrieproduktion und der gesamtwirtschaftlichen Aktivität wurde nach Angaben des IWF vor allem durch drei Faktoren verursacht. Erstens, schwaches Geschäftsklima inmitten eines sich verschärfenden Handelskrieges zwischen den Vereinigten Staaten und China. Zweitens, eine Verlangsamung der Nachfrage in China, die sowohl durch die Handelsspannungen als auch durch die Regulierungsbemühungen zum Schuldenabbau getrieben wird. Drittens, ein deutlicher Rückgang der Automobilproduktion und -verkäufe, der durch die geringere Nachfrage Chinas, aber auch durch neue Abgasnormen und Versorgungsunterbrechungen verursacht wurde.

 

Obwohl der IWF im Jahr 2020 und darüber hinaus eine Belebung des Wachstums sieht, befindet sich ein Elefant in einem Raum. Beunruhigend ist, dass das gedämpfte Weltwachstum von 3 Prozent in einer Zeit stattfindet, in der sich die Geldpolitik in den Industrie- und Schwellenländern fast gleichzeitig deutlich entspannt hat. Ohne eine weitere Runde monetärer Impulse würde das globale Wachstum in diesem Jahr 2,5 Prozent betragen, was eine rezessive Schwelle für die Weltwirtschaft darstellt. In einer anderen Welt ist die Weltwirtschaft wie ein Patient unter einem medizinischen Beatmungsgerät – unfähig, alleine zu atmen, und von den Ärzten am Leben erhalten. Schlechte Nachrichten für die Menschheit, gute Nachrichten für Gold!

 

USA geht nach unten, Euroraum steigt nach oben

Und was ist mit den Vereinigten Staaten? Für 2019 wird ein Wachstum von 2,4 Prozent erwartet, ein Rückgang von 2,9 Prozent im Jahr 2018. Und noch wichtiger ist, dass das Wachstum bis 2020 auf 2,1 Prozent moderat ausfallen wird. Die prognostizierte Verlangsamung ist auf die nachlassenden Auswirkungen des fiskalischen Stimulus zurückzuführen, der in einem kürzlich abgeschlossenen Zweijahreshaushalt beschlossen wurde. Tatsächlich könnte die Verschlechterung noch schlimmer ausfallen, da der IWF immer etwas zu optimistisch ist und davon ausgeht, dass die jüngsten Zinssenkungen der Fed die Wirtschaft beleben werden, was bei weitem nicht sicher ist.

 

Darüber hinaus wird erwartet, dass sich die Konjunktur im Euro von sehr schwachen 1,2 Prozent im Jahr 2019 (Rückgang von 1,9 Prozent im Jahr 2018) auf 1,4 Prozent im Jahr 2020 belebt, da die Auslandsnachfrage voraussichtlich wieder etwas an Dynamik gewinnt, während einige temporäre Faktoren (wie die deutschen Automobilprobleme) weiter nachlassen. Die gleichzeitige Beschleunigung des Euro sind und Verlangsamung in den USA sollte den Dollar gegenüber dem Euro schwächen. Eine Sorge weniger um Gold!