Rotes Kreuz soll über Blockchain von Katastrophen heimgesuchten Gemeinden in Kenia helfen

Eine besondere Herausforderung bei der Unterstützung von von Katastrophen betroffenen Gemeinden besteht darin, den gesamten Prozess zu überwachen und sicherzustellen, dass alles wie geplant verläuft.

 

Das Rote Kreuz setzt auf Blockchain-gestützte „lokale Währungen“, um die Wiederbelebung armer Gemeinden und den Aufbau einer florierenden Wirtschaft auf der Grundlage eines reibungslosen Handels zu unterstützen. Infolgedessen werden sich die Rotkreuzgesellschaften in Kenia, Norwegen und Dänemark, zusammenschließen, um diese Initiative zu lenken.

 

Kenias Verjüngungspläne

 

In Kenias Slum und armen Gemeinden haben die Mitglieder viel zu verkaufen, zum Beispiel Tomaten aus eigenem Anbau. Dennoch verfügen nur wenige von ihnen über ein ausreichendes verfügbares Einkommen, um diese Waren kaufen zu können, und dies verringert den Drang, mehr zu produzieren.

 

In einigen Fällen handelt es sich um Tauschgeschäfte, beispielsweise um den Austausch von landwirtschaftlichen Erzeugnissen gegen geleistete Arbeit. Das Nachverfolgen von Schulden ist jedoch ein ineffizienter Prozess. Dieser Trend ist auch bei den Spar- und Kreditgruppen der Dörfer zu beobachten, bei denen die Transaktionen meist auf Papierbelegen erfasst werden.

 

Das Rote Kreuz versucht, diese Herausforderung zu bewältigen, indem es eine Kreditschleife anbietet, die von Blockchain-Währungen unterstützt wird. Dies wird dazu beitragen, dass diese Gemeinschaften nicht direkt mit Bargeld umgehen, da sie eigenständig werden. Infolgedessen werden sie in der Lage sein, Naturkatastrophen wie Dürre zu bekämpfen, die in Kenia normalerweise wiederkehren.

 

Dieses Ziel wird durch die Verwendung einer Telefon-App erreicht, die einfache Funktionen zum Übertragen von Guthaben enthält. Alle Überweisungen werden in einer Blockchain gespeichert. Slumbewohner oder Dorfbewohner werden daher in der Lage sein, für ihre Arbeit neu gezählt zu werden und folglich die verdienten Kredite für örtliche Dienstleistungen und Güter auszugeben. Das System wurde bereits in Teilen von Äthiopien und Kenia getestet und war für die Verbesserung der Wirtschaft in armen Gemeinden von entscheidender Bedeutung.

 

Adam Bornstein, ein Mitglied des Dänischen Roten Kreuzes, gab an, dass dieses System ähnlich wie das beliebte M-Pesa-Mobilfunknetz in Kenia funktioniert, obwohl die Benutzer nicht verpflichtet sein werden, die Landeswährung Kenia-Schilling zu halten.

 

Das Blockchain-Projekt zielt darauf ab, den vom Roten Kreuz bereitgestellten Hilfsfonds in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr effizient zu nutzen.