Goldpreise deutlich gesunken, da die Wiederbelebung des Dollars eine Mautgebühr erhebt

Der Goldpreis fällt in frühen Phasen, da ein stärkerer Dollar und steigende Aktien das Metall belasten. Die Longs scheinen vorerst ins Schwarze getroffen zu haben, da der Markt eine wichtige Ebene nach unten durchbrochen hat, und Investoren können nun einen abwartenden Ansatz verfolgen, bevor sie wieder in den Markt zurückkehren.

 

Ein stärkerer Dollar

Der Dollar-Index liegt derzeit bei einem Höchststand von 2,5 Wochen, und die jüngste Stärke dürfte einen erheblichen Einfluss auf den Goldmarkt haben. Heute bewegt sich der Dollar höher, da das BIP im vierten Quartal im Einklang mit den Prognosen bei 2,2% lag und die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen in der letzten Woche rückläufig waren.

 

Der Dollar-Index hat in den letzten Sitzungen trotz der jüngsten Fed-Visualität kräftige Kursgewinne verzeichnet. In ihrer letzten Sitzung hat die Zentralbank ihre Pläne für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr weitgehend gestrichen und ihr Kommentar schien selbst die schwärzesten Erwartungen zu übertreffen. Der Dollar könnte jedoch durch die Unsicherheit um Brexit, den Abschluss der Müller-Sonde und die zunehmenden Zinsdifferenzen einen Schub erhalten.

 

Der Dollar-Index notierte zuletzt bei 95,188 $, hat sich seither aber wieder bis auf 96,84 $ erhöht. Ein sauberer Ausbruch über dem 97 $-Niveau könnte ein neues Bein höher für die Währung signalisieren, das potenziell als Hauptwirkung für Gold- und auf Dollar lautende Anlageklassen wirken könnte.

 

Stabile Risikobereitschaft

Die Aktien bewegen sich heute moderat höher, da die Anleger auf weitere Konjunkturdaten warten. Der Benchmark S&P 500 hat sich über dem Niveau von 2800 gehalten und könnte in den kommenden Sitzungen möglicherweise auf eine neue Etappe aufsteigen. Eine zunehmend russische Federal Reserve kann Aktien in den kommenden Monaten und Quartalen in der Offensive halten, abgesehen von wichtigen wirtschaftlichen oder geopolitischen Fragen. Die Investoren werden sich jedoch Fortschritte bei einem Handelsabkommen mit China wünschen und auch Daten wünschen, die darauf hindeuten, dass die Wirtschaft kurzfristig nicht auf eine Rezession zusteuern dürfte. Eine weitere Schwäche der wichtigsten Datenpunkte oder das Fehlen eines Handelsabkommens zwischen den USA und China in den kommenden Monaten könnte zu einer erheblichen Risikoaversion und einem starken Rückgang der Lagerbestände führen.

 

Die invertierte Zinsstrukturkurve hat in den letzten Tagen große Aufmerksamkeit erregt und war der Hauptbrennstoff für einen größeren Ausverkauf der Aktien Ende letzter Woche. Eine umgekehrte Kurve, in der die kurzfristigen Zinsen über die längerfristigen Zinsen hinaus steigen, kann möglicherweise ein guter Indikator für eine Rezession sein, da Investoren in länger laufende Schätze investieren und die langfristigen Zinsen senken. Die Umkehrung garantiert jedoch keine Rezession, und eine solche Marktlage kann aufgehoben werden, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten verbessern. Die jüngsten Maßnahmen der US-Notenbank – oder deren Fehlen – sowie eine umgekehrte Zinsstrukturkurve könnten in den kommenden Monaten zu Problemen für Aktien und Wirtschaft führen.

Obwohl noch keine groß angelegte Risikoaversion zu beobachten ist, sehen Wirtschaft und Aktien immer anfälliger aus, und ein signifikanter Exodus aus Aktien ist zu beobachten, wenn eine Rezession immer wahrscheinlicher wird.